Lehrgang mit Julian P. Chees 2025
Am Samstag, den 1. März 2025 habe ich im Dojo Washi in Kiel an dem Lehrgang von Julian P. Chees teilgenommen.
Der Lehrgang wurde im Dojo Washi Kiel mit viel Liebe zum Detail vorbereitet und ausgerichtet. Es fehlte an fast Nichts. Alle Washi-Mitglieder brachten von Süßem bis hin zu Herzhaftem alles mit. Alles wurde aufgebaut, es gab sogar Ruhebereiche zum Chillen. In den Morgenstunden trudelten nach und nach einige andere Dojo’s zum Lehrgang ein. Diese kamen aus: Winsen, Wangen am Bodensee, Malente, Jork, Hamburg, Selent, Friedrichskroog, Stade, Föhr, Magdeburg, Flensburg und Schönkirchen. Insgesamt waren es ca. 73-80 Lehrgangsteilnehmer.
Die Ober-und Unterstufe wurden in getrennte Trainingseinheiten eingeteilt. Die einzelnen Einheiten betrugen die Dauer von 1,5 Stunden oder länger, dies nahm Julian nicht so genau. Es wurde in der Oberstufe sowie als auch der Unterstufe Kata Anteile, Kumite und Bunkai-Ausschnitte der Kata‘s trainiert. Die Unterstufe hat sich hauptsächlich auf die ersten 4 Heian Katas fokussiert (Heian Shodan, Heian Nidan, Heian Sandan, Heian Yondan). Während der Pausen habe ich mich mit Teilnehmern der Oberstufe unterhalten, diese teilten mit, dass die Oberstufe folgende Kata‘s wie Chinte, Basai Dai, Kanku Dai, Jion und Empi trainiert hatten.
Für mich waren beide Trainingseinheiten lehrreich und erfolgreich. Ich konnte durch diese Trainingseinheiten neues lernen und schon gelerntes vertiefen, meine Techniken verbessern und erweitern. Julian sorgte für eine tolle Trainings Atmosphäre, ab und zu war auch ein Witz oder eine Anekdote dabei. Alle Teilnehmer waren begeistert und versuchten nahezu alles um zu setzen. Mir hat es ebenfalls sehr gefallen, dass Julian überall geholfen hat, wo er konnte. Julian hat eine ruhige Art seinen Schülern zu erklären, wie genau etwas ausgeführt wird oder wozu diese Technik genutzt werden könnte. Dazu legte Julian auch sehr viel Wert auf die „Connection“ zwischen den Teilnehmern selbst und seinem Gegenüber. Er erklärte, dass es wichtig sei, eine Verbindung zu seinem Körper und Geist herzustellen. Direkt am Anfang der Trainingseinheit erwähnte Julian den Kiai, der in einer Kata meist zweimal ausgeführt wird. Er erläuterte, dass der Kiai wesentlich sei und eine wichtige Rolle spielt. Der Kampfschrei sorgt dafür, dass die Energie und Kraft die ein Karateka in sich trägt mitbenutzt werden muss.
Weiter legte Julian großen Wert auf die Hüftarbeit. Diese sei wichtig bei den Blocktechniken, um zum Beispiel auch die Treffoberfläche für das Gegenüber, zu verkleinern. Beim Angriff oder auch Konter, bringt das Hereindrehen der Hüfte die nötige Energie nach vorne. Hikite war auch immer wieder Thema.
Als die Unterstufe pausierte, habe ich ab und zu die Möglichkeit genutzt und habe mir einige Ausschnitte von dem Training der Oberstufe angeschaut. Einige Katas waren mir vom Namen her bekannt.
Nach allen vier Trainingseinheiten haben sich alle Teilnehmer, oben in der Halle versammelt, um Julian zu danken und um noch das ein oder andere Foto mit Julian zu machen. Die Trainer unseres Dojos haben Julian als Dankeschön Geschenke übergeben. Zwei Flaschen Bier als Medizin für den heiseren Hals, ein Beutel Kaffee, ein bedrucktes T-Shirt mit dem Motto „Jahr des Drachen“ und ein besticktes Handtuch zum Weltmeister-Titel, da Julian im Jahr 2024 in Japan Kata-Weltmeister wurde.
Mir persönlich hat dieser Lehrgang gut gefallen und ich werde mich auf weitere Lehrgänge freuen.
... Greta